Was ist Hochsensibilität?

„Jetzt sei nicht so sensibel!“

Ein Satz, den sicher viele hochsensible Menschen im Laufe ihres Lebens bereits mehrmals gehört haben. Sensibel sein passt nicht in unseren heutigen Alltag, der größtenteils noch bestimmt ist von Zeitdruck, Überstimulation und erwünschter Flexibilität. Feinfühlig sein, auf seine Umwelt empfindsam reagieren und das Verarbeiten von überwältigenden Sinneseindrücken hat da wenig Platz. Selbst unter Berücksichtigung der heute oftmals gepriesenen und erwünschten „soft skills“, die im harten Businessalltag als weicher Erfolgsfaktor gelten.

Die Evolution der Hochsensibilität

ImageEvolutionsgeschichtlich betrachtet existiert Hochsensibilität sowohl bei Tieren als auch bei Menschen völlig zurecht. Das vegetative Nervensystem hochsensibler Lebewesen filtert weniger als bei durchschnittlich Sensiblen. Die Umwelt wird auf allen Ebenen und mit allen Sinnen verstärkt wahrgenommen. Das ermöglicht höchst intensive Erfahrungen, die weit über das hinausgehen, was weniger empfindsame Lebewesen erleben können.

Aus historischer Sicht war die Strategie, vor dem Handeln erst gründlich alle Aspekte abzuwägen und auf diese Weise Gefahr, Misserfolg und Energieverschwendung zu vermeiden, von großer Bedeutung. Für den Fortbestand vieler Arten, Menschen und Tiere, stellt sich die Mischung von hochsensiblen und nicht hochsensiblen Vertretern demnach als günstig heraus, da aktives Handeln mit der notwendigen Vorsicht und vorausschauendes Denken einander sinnvoll ergänzen. Vor allem in früheren Zeiten waren hochsensible Menschen als Heiler, Seher und Visionäre sehr geschätzt.

Im heutigen Alltag als hochsensibler Mensch zu leben, hat durchaus einen großen Wert, welcher jedoch schwer wahrzunehmen ist. Die besonderen Eigenschaften Hochsensibler tagen heutzutage nicht unbedingt dazu bei, sich den vorhandenen Gegebenheiten und existierenden Normvorstellungen anzupassen.

Wir befinden uns in einer großen Umbruchphase. Vieles wird neu überdacht, Verhaltensweisen, die in unserer Elterngeneration noch als anstrebenswert galten, sind überholt. Alte Systeme lösen sich auf und die Frage und Suche nach Sinn und Wert rücken wieder in den Vordergrund.

Hochsensible Menschen spüren diese Umbruchsituation stark, sind oftmals mit all ihren Wahrnehmungen diesbezüglich völlig überfordert. Die eigene Persönlichkeit ist noch nicht stabil genug, sie in diesen Prozess aktiv und nachhaltig einzubringen.

Dabei liegt genau hier die große Chance als HSP (=Highly Sensitive Person: aus dem Englischen gebräuchliche Abkürzung). Es existieren zahlreiche Möglichkeiten und vor allem Notwendigkeiten, die eigene Begabung bestmöglich in unsere Lebenswelt einzubringen. Die Herausforderung für jeden einzelnen hochsensiblen Menschen ist es, Bewusstsein für Veränderung zu schaffen und diese mit der eigenen stabilen und starken Persönlichkeit zu begleiten.

Fakten

1.000.000

hochsensible Menschen in Österreich ausgehend von 15% der Gesamtbevölkerung

30.000

Kinder und Jugendliche mit der Diagnose ADHS in Österreich

70.000

hochsensible Kinder im schulpflichtigen Alter in Österreich ausgehend von 15% der Gesamtbevölkerung

40.000

Kinder im schulpflichtigen Alter mit diagnostizierter Autismus-Spektrum-Störung in Österreich

Wie zeigt sich Hochsensibilität?

Hochsensibilität zeichnet sich durch spezielle Wahrnehmung und – im Vergleich zu normal sensiblen Personen – einem intensiverem Erleben und Empfinden aus. Im Folgenden sind Merkmale aufgezählt, die bei hochsensiblen Menschen stärker oder weniger stark ausgeprägt sein können:

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Starke innere Wahrnehmung und ein reichhaltiges und vielschichtiges Innenleben

Natürlich verfügt jeder Mensch – egal ob HSP oder nicht – über ein persönliches Innenleben. Für die Mehrheit der Bevölkerung sind Innen- und Außenwelt nahezu identisch. Hochsensible Menschen differenzieren stark zwischen der materiellen Welt außerhalb ihres Kopfes und der psychisch, geistigen Welt in ihrem Inneren. Diese sehr unterschiedliche Betrachtungsweise der Welten empfinden viele HSP als große Bereicherung, weil gerade das Zurückziehen nach Innen im oft reizüberfluteten Außen eine notwendige und hilfreiche Strategie zum Selbstschutz bietet. Die meisten hochsensiblen Menschen, jedoch bei weitem nicht alle, hochsensiblen Menschen werden dadurch auch als sehr introvertiert wahrgenommen.

Sinn für Langsamkeit

Heutzutage geht es sehr viel um schnelles Handeln und um rasche Entscheidungen. Damit tun sich die meisten HSP schwer, da sie ihre Entscheidungen sehr genau abwägen, um negative Folgen möglichst zu vermeiden.

Unabhängig vom Berufsleben gibt es im Alltag sehr viele stimuli, die aufgrund der offenen Wahrnehmung einer HSP, verarbeitet werden müssen. Dies braucht Zeit und Ruhe. Ein durchschnittlich sensibler Mensch wird dadurch oftmals auf eine Geduldprobe gestellt.

Schwierigkeiten beim Umgang mit Stress und Leistungsdruck

Stress bedeutet ständige Überstimulation. HSP sind demnach eher gefährdet an Stresskrankheiten zu erkranken bzw. körperliche Symptome zu entwickeln, die ein Anzeiger für diese Überstimulation sind. Auch die Leistung, zu der hochsensible Menschen ohne Druck fähig wären, kann nicht erbracht werden, trotz oftmals vorhandener überdurchschnittlicher Intelligenz.

Vielseitige Interessen und hohe Begeisterungsfähigkeit, Empfindsamkeit für Kunst, Musik und/oder Naturstimmungen

HSP sind von Natur aus sehr neugierig und vielseitig interessiert. Sie sind für Vieles offen, erzeugen Verbindungen zwischen unterschiedlichsten Aspekten einer Sache, versuchen dem Sinn von Allem auf den Grund zu gehen und begnügen sich nicht mit Oberflächlichkeiten.

Feine Wahrnehmung von Befindlichkeiten, Stimmungen und Beziehungsqualitäten

Stimmungen einzelner Personen und Beziehungsqualitäten untereinander können wahrgenommen werden, noch bevor sich die jeweiligen Personen derer selbst bewusst sind.

Gutes Einfühlungsvermögen, große Empathie

HSP gelten als besonders angenehme Gesprächspartner, da sie aktiv zuhören können und sich in viele verschiedene Stimmungen und Gefühle und deren Intensität hineinversetzen können. Sie nehmen die feinen Nuancen zwischen den gesprochenen Worten wahr. Tiefgehende Gespräche sind für viele HSP ein wichtiger Lebensinhalt.

Starke Beeinflussbarkeit durch die Stimmungen anderer Menschen

Empathen haben eine auffallend hohe Aktivität der Spiegelzellen, die dazu führt, am eigenen Leib zu fühlen, was man beim Gegenüber gerade wahrnimmt. Für HSP ist es besonders wichtig, sich dieser Gabe bewusst zu werden, um die Beeinflussbarkeit durch die Stimmungen und Gefühle anderer Menschen zu steuern.

Ausgeprägte Intuition und Psi-Fähigkeiten

Das Psi-Phänomen steht für hypothetische psychische Fähigkeiten und beinhaltet unter anderem außersinnliche Wahrnehmung. Eindrücke werden jenseits wissenschaftlich nachweisbarer Erfahrungen wahrgenommen. Dazu zählt auch der sogenannte sechste Sinn. Vor allem Phänomene wie Hellsehen und Hellfühlen sind sehr oft bei HSP zu finden.

Die zahlreichen Antennen und das Erkennen von komplexen Zusammenhängen ermöglichen es HSP aus dem Bauch heraus zu agieren. Das Bauchgefühl in einer Situation entscheidet oft maßgeblicher als das bewusste Denken.

Detaillierte Reflexion

HSP denken über Erlebtes und die damit verbundenen Gefühle intensiv und oft wochenlang nach. Zum einen, weil es eine große Bereicherung darstellt, hauptsächlich positive Emotionen immer wieder abzurufen. Zum anderen, weil das Erlebte in all seinen Facetten verarbeitet werden muss.

Komplexes Denken und Erfassen großer Zusammenhänge

Diese Begabung führt im Alltag oftmals zu Schwierigkeiten, weil das komplexe Erfassen von Zusammenhängen in Situationen, die schnelle Entscheidungen erfordern, hinderlich ist. Einfache Denk- und Erklärungsmuster sowie Pauschalisierungen und Klischees werden von HSP abgelehnt.

Schwierigkeiten mit starren und hierarchischen Strukturen

Aufgrund der Tatsache, dass sich HSP ungern anpassen, wenn ihnen der größere Sinnzusammenhang fehlt und generell hierarchische Strukturen in Frage stellen, sind sie auffällig oft in selbständigen oder kreativen Berufen zu finden. Ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn macht es zusätzlich schwierig, sich in Hierarchien zu behaupten.

Mitgefühl

HSP zeichnet großes Mitgefühl aus, welches den Wunsch mit sich bringt, unbedingt helfen zu wollen. Aus diesem Grund gibt es viele hochsensible Menschen, die helfende Berufe ausüben. Die Empathie, die sie in ihre Arbeit einbringen können, macht sie zu geschätzten Anlaufstellen für Sorgen und Probleme. Eine große Herausforderung besteht auch hier, die eigene Persönlichkeit stark genug entwickelt zu haben und die notwendige Abgrenzung zur eigenen Person zu schaffen, um andere bestmöglich unterstützen zu können.

Harmoniebedürfnis

Mitgefühl und Empathie, das Blicken hinter die Fassade und das Erfassen von Zusammenhängen bzw. das Wissen darüber, warum Menschen in einer bestimmten Situation genau so reagieren, bringen bei vielen HSP eine gewisse Konfliktscheue mit sich. Um der Harmonie willen ziehen sich manche lieber zurück.

Wahrnehmen von Umgebungsenergien und Luftqualität

HSP haben sehr feine Antennen für die Qualität ihrer Umgebungsenergie. Sowohl die Stimmung von Personen in einem Raum als auch beispielsweise die Qualität der Luft werden intensiv wahrgenommen. Außerdem reagiert ein hochsensibler Körper auf Geräusche oft vermehrt mit Stress.
HSP können auch die Energie eines Ortes in starkem Ausmaß wahrnehmen. So zeigt sich zum Beispiel starke Abneigung gegenüber historisch belasteter Gebäude und Plätzen.

Uneinheitliches Persönlichkeitsbild und mangelndes Selbstbewusstsein

Viele HSP vereinen sehr oft völlig unterschiedliche Persönlichkeitseigenschaften in sich. Eine hochsensible Person kann auf der einen Seite beispielsweise Optimismus und Lebensfreude ausstrahlen, auf der anderen Seite unter ausgeprägtem Weltschmerz leiden. Ihre komplexe Persönlichkeit macht sie vielseitig und interessant. Ihre Persönlichkeit ist nicht linear und oftmals schwer einschätzbar.

Ein entscheidendes Merkmal für hochsensible Menschen ist ein eher minder wahrgenommener Selbstwert. Zumindest solange, bis sich eine HSP ihrer Begabung bewusst wird und diese in die Welt einbringen kann.

Körperliche Empfindsamkeit

Hochsensible Persönlichkeiten haben hochsensible Körper, die ihnen eben genau das feine, frühzeitige Wahrnehmen und Erkennen von Situationen ermöglichen. Das hochsensible Nervensystem leitet Reize sehr früh an das Bewusstsein weiter. Das bringt mit sich, dass jegliches, den eigenen Körper betreffende Ungleichgewicht, sehr früh erspürt wird. Durch die für manche HSP doch sehr große Herausforderung, sich abzugrenzen, zeigt der hochsensible Körper häufig Symptome wie Verspannungen, Verdauungsstörungen oder auch erhöhte Anfälligkeit für Allergien. Oftmals treten unterschiedlichste Hauterkrankungen auf, da die Haut als größtes Organ ungeschützt allen Umweltreizen ausgesetzt ist. Chemische Zusatzstoffe im Essen, Alkohol und Suchtmittel werden schlechter vertragen als bei nicht HSP. Hochsensible Körper reagieren überdurchschnittlich stark auf Medikamente, weswegen HSP sehr oft alternativmedizinische Unterstützung bevorzugen.

Hochsensibilität testen

 

Laut Elaine Aron, der amerikanischen Pionierin der HS Forschung, können Tests auf eine Hochsensibilität hinweisen. Auch dann, wenn nur sehr wenige Testpunkte erfüllt sind, diese jedoch in ausgeprägter Form.

Es gibt in der noch relativ geringen Literatur über Hochsensibilität einige Tests, die darüber Auskunft geben, ob man sich zu einer definierten Gruppe zählen…

…kann?

…darf?

…muss?

…soll?

Seit Beginn der Forschung existieren Testverfahren, deren Fragestellungen aus den unter „Wie zeigt sich Hochsensibilität“ angeführten Kriterien resultieren.

Links:

www.hochsensitive.wordpress.com (Originaltest von Elaine Aron)

www.hochsensibel-test.de

Möglicher Test für Kinder: www.hsp-institut.de oder www.trappmann-korr.de

Es ist mir ein großes Anliegen, das Thema der Hochsensibilität nicht zu sehr zu verwissenschaftlichen oder zu standardisieren, weil genau das eine Einschränkung für ein dermaßen komplexes Thema bedeutet. Deshalb nehme ich davon Abstand, an dieser Stelle einen eigenen Test anzuführen.

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Mit Hochsensibilität leben

„Nicht wo vier Wände dich umgeben ist dein zu Hause.

Schlag ein Zelt auf in deiner Seele und lass dein Herz darin wohnen.“

Hilfreiche Strategien

Menschen mit hochsensibler Veranlagung sind völlig unterschiedlich. Demnach gibt es keine allgemeingültigen Aussagen darüber, was hochsensiblen Menschen hilft, einen erfüllten Alltag zu leben.

Folgende Punkte sind von großer Bedeutung, um erfüllend mit einer hochsensiblen Veranlagung zu leben:

Bewusstes Annehmen der eigenen Veranlagung

Es ist was es ist. Nicht mehr und nicht weniger. Das bewusste Annehmen der eigenen Veranlagung ist entscheidend, um im eigenen Alltag damit selbstbewusst, selbstbestimmt und offen umgehen zu können.

Ruhephasen, Ruhetage, Ruhezeiten

Offene Wahrnehmungskanäle brauchen Zeit, um Eindrücke zu verarbeiten und einzuordnen. Wird diese Zeit nicht ermöglicht, reagieren Körper und Psyche mit unterschiedlichsten Stresssymptomen.

Auf den eigenen Körper achten, das eigene Befinden wertschätzen

Die Botschaften des hochsensiblen Körpers so früh wie möglich zu erkennen und trotz Alltag bestmöglich zu beachten, ist von großer Bedeutung für die eigene physische und psychische Gesundheit.

Die innere Bestimmung leben

Talente und Begabungen zu erkennen und sinnstiftend in das eigene Leben einzubauen, verhilft zu mehr Gelassenheit im Leben und Vertrauen in das eigene Potential.

Inhaltsbereich

So schwer es für hochsensible Menschen auch sein mag, so hilfreich ist es, das anzunehmen was ist und der ersehnten Veränderung Zeit und Raum zu geben.


Ein hochsensibler Mensch steht wohl ein Leben lang vor der Herausforderung, seine Veranlagung bestmöglich mit dem Alltag zu verbinden. Umso hilfreicher ist es, bereits als Kind Wertschätzung unf Unterstützung zu erfahren, um seine Talente als selbst-bewusster Erwachsener erfüllend in die Gesellschaft einbringen zu können.

Fragen & Antworten

Ist Hochsensibilität eine Krankheit?

Nein. Hochsensibilität ist eine Disposition, die rund ein Fünftel aller Lebewesen in sich trägt. Dass Hochsensibilität manchmal mit „krank sein“ in Verbindung gebracht wird, liegt an zahlreichen unpassenden Lebensanforderungen für Hochsensible in unserem heutigen Alltag, die oftmals Auslöser für psychische und physische Erkrankungen sind.

Ist Hochsensibilität wissenschaftlich anerkannt?

Die Forschung steckt in den Kinderschuhen. Es existieren bereits Theorien zum Phänomen Hochsensibilität, die in Fachjournalen veröffentlicht wurden. Die Bezeichnung „Hochsensibilität“ als wissenschaftlicher Begriff existiert seit einer grundlegenden Veröffentlichung 1997 im „Journal of Personality and Social Psychology“. Mit weiteren Forschungen, um letztendlich eine „herrschende Meinung“ oder „allgemeine Ansicht“ zu erhalten, die ein ausreichendes wissenschaftliches Fundament bieten, ist noch ein langer Weg zu gehen.

Ist Hochsensibilität angeboren oder erwirbt man sie im Lauf des Lebens?

Es herrscht die Annahme vor, dass Hochsensibilität vererbt wird, das heißt in den Genen angelegt ist. Die Komplexität der Erscheinungsformen von Hochsensibilität erschwert es, allgemeingültige Aussagen zu treffen.

Kann man sich abgewöhnen, hochsensibel zu sein?

Meiner Erfahrung nach führt die bewusste Ablehnung von Persönlichkeitseigenschaften zu psychischem und physischem Stress, zu Krankheitsbildern wie Depression und Burn Out. Man kann im Laufe eines Lebens lernen, mit seiner Veranlagung bestmöglich umzugehen und ihren Wert zu schätzen.

Wie wirkt sich Hochsensibilität auf den Körper aus?

Hochsensible Menschen haben hochsensible Körper. Die große Wahrnehmungsfähigkeit hochsensibler Menschen ermöglicht es, Disharmonien im Körper zum frühestmöglichen Zeitpunkt ans Bewusstsein weiterzuleiten. Hochsensible Körper neigen zu Allergien, Medikamente werden schlechter bis gar nicht vertragen und alternativmedizinische Konzepte wirken sich oftmals sehr positiv auf den Gesundheitszustand aus.

Sind alle Kinder mit Schulschwierigkeiten hochsensibel?

Nein. Unser herkömmliches Schulsystem fordert viele Kinder, normal sensible und hoch sensible. Vor allem der Anpassungsdruck an eine vorherrschende Norm erschwert es hochsensiblen Kindern in ihrem eigenen Rhythmus, ihrem eigenen Tempo und mit ihren eigenen Interessen zu arbeiten.

Warum wird Hochsensibilität vor allem in unserem Kulturkreis oft mit Schwäche gleichgesetzt?

Sensibilität ist eine Eigenschaft, die ihre Kraft aus der Innenschau, aus der Langsamkeit und der Ruhe hervorbringt. Alles Begriffe, die sich heutzutage (noch) nicht und nicht mehr als Prioritäten hervorheben. Sensibilität wird nach wie vor eine gewisse „Schwäche“ oder „nicht Alltagstauglichkeit“ zugeschrieben, allerdings nur solange bis die mentale Stärke eines sensiblen Menschen so groß ist, dass sein Auftreten und Selbst-Bewusstsein diesen Rückschluss nicht mehr zulassen.

Was heißt „Synästhesie“, was sind „High Sensation Seeker“, was sind „Scanner“?

Synästhesie wird oft mit Hochsensibilität in Verbindung gebracht und bedeutet die Verbindung mehrerer Wahrnehmungsbereiche.Zum Beispiel werden Wochentage und/oder Zahlen in Farben wahrgenommen oder die Berührungen eines anderen Menschen werden wie die eigenen erlebt.Es gibt eine sehr große Vielfalt an möglichen Verknüpfungen.

Siehe dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Synästhesie

Die Begriffe „High Sensation Seeker“ und „Scanner“ sind zu finden unter

http://open-mind-akademie.de/2013/01/der-high-sensation-seeker/

Wie kann ich meine Hochsensibilität annehmen und davon profitieren?

Dies gehört wohl zu den Lebensaufgaben eines hochsensiblen Menschen. Oftmals bedarf es Hilfestellung und Unterstützung auf diesem Weg. Die Tatsache, dass sich die Wissenschaft und damit auch die Medien immer mehr mit diesem Thema beschäftigen, erleichtert es heutzutage etwas, passende Unterstützung zu finden.

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