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Liebevolle Abgrenzung – 3 Erkenntnisse aus der TCM, die mir geholfen haben

By 6. Dezember 2021August 28th, 2022Allgemein, Hochsensible Frauen
Liebevolle Abgrenzung

Liebevolle Abgrenzung – 3 Erkenntnisse aus der TCM, die mir geholfen haben

Immer wieder höre ich bei meiner Begleitung hochsensibler Frauen, dass eine der schwierigsten Herausforderungen im Alltag jene der bewussten und liebevollen Abgrenzung sei.

Oh ja, das kenn ich nur zu gut!!

“Früher neigte ich dazu, alles – einfach ALLES – in mich aufzunehmen.”

Das führte zu innerem Chaos, dem Gefühl des ausgeliefert Seins, der Hilflosigkeit und großer Unruhe.

Ich spürte mich selbst nicht mehr – weder meine Füße auf dem Boden, noch meine Atmung – ich ging völlig auf in meiner Umgebung…verschwamm mit allem, was um mich herum passierte.

Wenn mir damals jemand sagte: “Du musst Dich einfach besser abgrenzen”, “Du musst härter werden”, oder “Du darfst nicht alles so in Dich aufnehmen”, konnte ich damit nichts anfangen. Ich wusste einfach nicht wie!!

Da dies ein Blogbeitrag ist, der nicht zu lange werden soll, kürze ich an dieser Stelle – und überspringe die Zeit, wo es mir so richtig schlecht ging, ich ausgelaugt war und immer wieder an mir zweifelte – und fange dort an, wo meine Shiatsu und TCM Ausbildung begonnen hat.

Damals wurde mir zum allerersten Mal der Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele so richtig bewusst – gespürt habe ich ihn immer – aber jetzt wurde mir auf einmal klar, wie viel ich selbst dazu beitragen kann, dass mein Körper mir mehr Gelassenheit schenkt, dass ich meine Füße auf dem Boden spüre (tatsächlich habe ich meine Beine lange Zeit überhaupt nicht wahrgenommen, als würden sie nicht existent sein), dass ich eine starke Mitte habe, die mich trägt und dass ich meine Energie bewusst in meinem Raum halten kann – ohne mein Mitgefühl oder meine Berührbarkeit zu verlieren.

Ich spreche nicht gerne von “Abgrenzung”, das Wort klingt so hart – lieber ist es mir von Klarheit zu sprechen, von der Klarheit, mich und meinen Raum betreffend, oder eben von “liebevoller Abgrenzung”, denn das Sanfte und das Liebevolle ist uns hochsensiblen Frauen gegeben und wir können es nur dann wirklich leben, wenn wir in unserer Kraft und Energie sind.

Ich möchte Dir hier meine 3 wichtigsten Erkenntnisse aus der Welt der TCM für meine liebevolle Abgrenzung an die Hand geben und hoffe, dass auch etwas für Dich dabei ist:

1. Die Mitte stärken

Früher: Ich ernährte mich unregelmäßig und schnell. Da ich die meiste Zeit in meiner Umgebung aufging, mit ihr verschwamm, fühlte ich mich sehr oft erschöpft und ausgelaugt. Dann brauchte ich schnell Energie: Kaffee, Zucker, ein Weckerl mit Käse, ein Joghurt oder rohes Obst. Das half kurzfristig, danach fühlte ich mich nur noch müder und vor allem war mir immer kalt…

Heute: Ich achte auf eine starke und warme Mitte, sie ist in der TCM das wichtigste für den Erhalt einer guten Gesundheit. Regelmäßige warme und gekochte Nahrung sind die Hauptpfeiler, die zu einer starken Mitte beitragen.
Meine Hände und Füße sind tendenziell immer warm, ich spüre meinen ganzen Körper, der von meiner starken Mitte gehalten wird und kann so mit viel liebevoller Klarheit auftreten und auch meinen Raum einnehmen.

2. Das Blut nähren

Früher: Ich hörte sehr oft, ich sei sehr blass. Mein Blutdruck war immer niedrig und die schnelle Erschöpfung kannte ich sowieso als ständige Begleiterin. Da ich von Geburt an Neurodermitikerin war, wusste ich nicht, wie es sich anfühlt, die stets juckende Haut nicht ständig eincremen zu müssen. Große Unruhe und die Schwierigkeit, mich richtig zu entspannen, standen ebenfalls an der Tagesordnung – “Ruhig Blut” gab es selten bei mir 😉

Heute: Ich esse viel gedünstetes Gemüse und koche meine Speisen saftig und “saucig”. Das hilft, die kostbaren Körpersäfte, die das Blut nähren, aufzubauen. Ich achte darauf, mein kostbares Blut nicht zu verletzten, indem ich zu viele erhitzende und trocknende Nahrungsmittel (Kaffe, Schwarztee, Chilli, Knoblauch, Zwiebel…) zu mir nehme und baue mein Blut regelmäßig mit Kräutertees auf, vor allem mit Brennesseltee, Petersilientee und Gojibeeren Tee.
Ich merke sehr deutlich am Zustand meiner Haut, meiner Gelassenheit und meiner Klarheit, wie es meinem Blut geht und kann schnell gegensteuern, wenn es sein soll.
Siehe auch: Dein Blut ist Deine hochsensible Kraftquelle

3. Die Leber entlasten

Früher: Ich  neigte dazu, Emotionen jeder Form in mich aufzunehmen, ohne sie jemals wieder loszulassen. Wenn mich etwas traurig oder wütend machte, dann ging das nach Innen, anstatt einen Kanal nach Außen zu öffnen. Ich fühlte mich teilweise regelrecht erdrückt, auch vom Weltschmerz, der ungefiltert in mich eindrang. Außerdem spürte ich unglaublich viel aus meinem Familiensystem, von meinen Vorfahren und konnte vieles davon nicht einordnen.

Heute: Ich habe gelernt, dass die Leber, nach taoistischer Tradition,  die Wanderseele HUN beherbergt. In ihr werden ALLE vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Erlebnisse gespeichert und wirken in unserem Unterbewusstsein und unseren Träumen.
Körperlich zeigen sich Symptome einer angespannten und gestauten Leber vor allem während unseres weiblichen Zyklus, zum Beispiel in Form von PMS, großer Gereiztheit, Wut und Stimmungsschwankungen.
Wenn meine Leber angespannt ist, dann gehe ich in die sanfte Bewegung, aber auch in den sanften und liebevollen Dialog mit meiner Seele und gebe ihr Ausdruck – ist sie wütend, dann öffne ich den Kanal nach Außen, fühlt sie sich unter Druck, dann übe ich Achtsamkeit und liebevolle Selbstfürsorge.
Heute lasse ich ALLE meine Emotionen zu und übe mich regelmäßig im Loslassen!
Siehe auch: Warum gerade hochsensible Frauen ihre Leberenergie pflegen sollten

Natürlich gelingt mir das alles nicht immer, aber so wie vieles im Leben, ist der bewusste Umgang mit liebevoller Abgrenzung ein Weg. Ein Weg unseres Körpers, unseres Geistes und unserer Seele.

Mittlerweile sind seit Beginn meiner Ausbildung mehr als 10 Jahre vergangen, manches braucht einfach unglaublich viel Zeit, je nach Erfahrungen und Stolpersteinen auf unserem hochsensiblen Weg.

“Sei sanft mit Dir selbst! Gehe Deinen Weg erhobenen Hauptes und wisse, dass Du genau da bist, wo Du sein sollst – es ist Dein Weg, Deine Erfahrung als hochsensible Seele!”

Alles Liebe zu Dir!

Karin

 

Yinyangwhite
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6 Kommentare

  • Andrea Reeß sagt:

    Liebe Karin
    Vielen Dank für diese Tips.
    Ich werde auf jeden Fall versuchen mich daran zu halten.Alle unruhigen und ungesunden Zustände die früher zu deinem Alltag gehörten kenne ich auch von mir.
    Leider auch jetzt noch. Deshalb werde ich mir deine Ratschläge auf jeden Fall zu Herzen nehmen.
    Danke dass du deine Erfahrungen teilst.
    Liebe Grüße Andrea 💞

    • Karin Abriel sagt:

      Hallo Andrea,
      ich sage mir immer wieder vor, dass es ein Weg ist und ich diesen eben nur Schritt für Schritt gehen kann 🙂
      Alles Liebe zu Dir,
      Karin

  • Tanja Malik sagt:

    Liebe Karin,
    ❤️lichen Dank für diesen wertvollen Blog Artikel. Ich finde mich in allem 1 zu 1 wieder vor allem dieser Weltschmerz und der Schmerz meiner Ahnen. Ich bin manchmal so traurig oder habe Angst vor dem Tod, der Zusammenhang mit meinen Eltern kam mir dann irgendwann.
    Auch jegliche Stimmungen meiner Mitmenschen zu fühlen ist sehr anstrengend.

    Seit September befinde ich mich im ersten Teil der TCM Ausbildung und achte schon gut auf meine Ernährungsweise.
    Es ist schon toll wie ich meinen Körper dadurch positiv beeinflussen kann.

    Ganz lieben Dank für das Teilen 🌟

    • Karin Abriel sagt:

      Hallo Tanja,
      ja, das Wort “anstrengend” war lange Zeit mein am häufigsten gebrauchtes 🙂 Und auch jetzt gibt es solche Phasen natürlich noch, aber das Bewusstsein dafür, wie ich Körper, Seele und Geist auch mithilfe der TCM in Einklang bringen kann, unterstützt sehr!
      Ich wünsche Dir noch viele wertvolle Impulse bei Deiner Ausbildung und schicke Dir einen lieben Gruß aus Wien,
      Karin

  • Monika Dietrich sagt:

    Liebe Karin, vielen Dank für das Teilhabenlassen an deinen Erfahrungen und für den inspirierenden Adventskalender! Ich bin vor einiger Zeit auf das Thema Hochsensibilität gestoßen und in Teilen erkenne ich mich darin, besonders auch im Weltschmerzgefühl. Das so formuliert zu lesen und zu sehen, dass dieses Gefühlauch in anderen Menschen wohnt, hat mir gutgetan. Eine erwärmende Zeit für dich, herzlich Monika

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