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Hochsensibel im Frühling – 3 Gründe warum er Dich fordern kann!

hochsensible Frau Frühling

Die ersten warmen Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher, laue Luft und der Neubeginn des Lebens, der bei Menschen und Pflanzen gleichermaßen spürbar ist – wenn der Frühling Einzug hält, lacht unser Herz.

Wohl vor allem in Zeiten wie diesen. Die Dunkelheit und Schwere, die die trüben Tage oft mit sich bringen, das viele Zuhause sein während der Lockdowns und das von vielen wahrgenommene Gefühl der Enge, weicht der Freude nach Draußen zu gehen und das Leben wieder zu spüren.

Ich liebe den Frühling und den gefühlten Neubeginn sehr! „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“….so wunderbare Zeilen von Hermann Hesse, die diese Jahreszeit so gut beschreiben!

 

In der TCM, der traditionell Chinesischen Medizin, wird der Frühling dem YANG zugeschrieben. Der Winter ist die Zeit des tiefsten YIN, wo alles zur Ruhe kommt, im Boden rastet, um später wieder neu entstehen zu können.

YANG bedeutet immer Bewegung, Aktivität. Die Knospen sprießen, alles wächst und entsteht neu. Diese Dynamik ist großartig, zeigt sie doch den Kreislauf allen Lebens.

 

Für viele von uns hochsensible Frauen, kann diese Dynamik des Frühlings aber auch richtig fordernd sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wir uns dann selbst nicht mehr verstehen, wir sollten uns doch freuen über den aktiven Neubeginn, statt angestrengt und gefordert zu sein. Wir wollen ja, dass wieder Leben einkehrt, wir freuen uns ja über die Sonne und das wachsende Licht. Wie passt das also zusammen, dass gerade im beginnenden Frühling unsere Reizbarkeit zunimmt, unser Wunsch nach Rückzug groß ist und unser hochsensibler Körper uns durch verschiedene Symptome zeigt, dass er sehr gefordert ist.

 

Für mich gibt es 3 Gründe, die dabei eine Rolle spielen, warum der Frühling gerade für uns hochsensible Frauen eine Herausforderung sein kann.

 

  1. Wenn Du zu der überwiegenden Mehrheit unter uns gehörst, deren Wesen tendenziell introvertiert ist, dann kann es vorkommen, dass Dich die Dynamik des Frühlings erst einmal überwältigt. Als introvertierte hochsensible Frau beziehst Du Deine Kraft aus der Ruhe, aus der Stille und oft auch aus dem Alleinsein.
    Gerade dann, wenn das Leben wieder aktiver wird, kann es deshalb vorkommen, dass das zunächst Deinen Geist und Deinen Körper sehr anstrengt.Wenn Dein Umfeld normal sensibel und vielleicht auch extrovertiert ist, kann Dich das manchmal ganz schön an Deine Grenzen bringen, dann nämlich, wenn alle nach Draußen streben, aktiv und unter Menschen sein wollen.
  2.  

  3. Gerade im Frühling, nach der langen Zeit der Dunkelheit, ist die Wiederkehr des Lichts großartig. Die Tage werden länger und die Wärme der Sonne wird intensiver.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass uns hochsensible Frauen aber genau dieser Aspekt in besonderer Art und Weise fordern kann.

    Wenn wir spazieren gehen, dann erleben wir unzählige Licht und Schattenspiele auf unserem Weg. Da die meisten von uns viel intensiver als normal sensible Menschen auch auf Licht reagieren und vor allem die Unterschiede zwischen hell und dunkel, die im Frühling stark hervortreten, spüren, kann das für unser hochsensibles System ganz schön anstrengend sein. Vor allem dann, wenn rundherum auch noch viel los ist, spielende Kinder, Unterhaltungen und dergleichen. Mir hilft es dann, wenn ich eine Sonnenbrille trage, die diese Unterschiede etwas ausgleicht.
  4.  

  5. Nicht zuletzt ist es unser hochsensibler Körper, der oftmals mit dem Frühling ganz schön zu „kämpfen“ hat. Vor allem dann, wenn die Tage wärmer werden. Das passiert bei uns nicht selten mit hoher Geschwindigkeit. Wir kommen aus der kalten Jahreszeit und auf einmal muss sich unser Körper an völlig veränderte Verhältnisse anpassen. Das ist im Frühling oftmals viel stärker spürbar als bei anderen Übergängen der Jahreszeiten. Viele von uns sind dann sehr müde, fühlen sich schlapp und unausgeglichen. Das kann für ein normal sensibles Umfeld manchmal nur schwer nachvollziehbar sein.

    Dem Frühling wird in der TCM das Holzelement zugeschrieben. Zu diesem zählen Leber und Gallenblase. Die Leber ist auch unser „Körpergedächtnis“, viele Emotionen, vor allem jene der Wut und Aggression sind in ihr gespeichert. Und genau diese sind es auch, die es unbedingt brauchen, dass man sie zum Fließen bringt, dass sie bewegt werden. Wenn unsere Leber viele gestaute Emotionen trägt (und das ist bei uns hochsensiblen Frauen gar nicht selten), dann erleben wir den Frühling womöglich nochmals fordernder, sind reizbarer und fühlen uns unwohl in unserer Haut.
    SANFTE Bewegung kann hier großartig unterstützen!

 

Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auch auf Dich zutreffen, dann lass mich Dir sagen:

Du bist nicht falsch, wenn Du mit der Dynamik des Frühlings nicht gleich mitkommst, ihn anders wahrnimmst als Deine Mitmenschen und vielleicht sogar vermehrt Rückzug brauchst!

Es liegt an Deinem hochsensiblen Wesen, das oftmals viel Zeit braucht, sich an Veränderungen – und seien sie noch so positiv –  anzupassen.

Sei sanft im Umgang mit Dir!
Spüre genau hin, was sich zeigt und was Dein Körper und Deine Seele brauchen!
Lass die Sonne in Dein Herz, ganz so, wie es DIR entspricht – unabhängig vom Außen.

 

Kennst Du schon meine 5 besten Tipps aus der TCM für Deine hochsensible Frauenkraft?

 

Ich wünsche Dir viele Frühlingstage ganz nach Deinen Bedürfnissen!

 

 

2 Kommentare

  • MIriam sagt:

    Liebe Karin,
    das war mal wieder der richtige Artikel im passenden Moment! Danke! Er hat mir die Augen geöffnet und ein Seufzen der Erleichterung hervorgerufen! Warum vergesse ich sowas schnell und wundere mich oder ärgere mich vielleicht noch über mich! Und dann; so erleichternd und einleuchtend! So sind wir halt! – Und jetzt wo es nochmal kalt geworden ist, fiere ich wie verrückt und laufe als Einzige in dicken Wintersachen herum; die Anderen hatten es schonmal mild und bleiben bei den dünnen Jacken.
    Von Herzen alles Gute
    Miriam

    • Karin Abriel sagt:

      Hallo Miriam,
      ich freue mich sehr, dass Du wertvolle Impulse aus dem Beitrag mitnehmen kannst!Ja, wir sind “halt so” und das ist gut so!:)
      Viele herzliche Grüße,
      Karin

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